Komische Holzklötze im Spülsaum

Im Spülsaum findet man allerhand. Das meiste sind Algen und andere Meerespflanzen. Aber auch Muscheln und Holz kann man im Spülsaum finden. Und wenn man ganz viel Glück hat kann man auch einen Bernstein finden. All das hat ziemlich die gleiche Farbe und Unterschiede sind meist nur an der Form und der Oberfläche festzustellen. Aber einige Dinge aus dem Spülsaum fallen auch Amateur-Strandsucher auf dem ersten Blick auf. Viele bunte Teile, teilweise GROß, teilweise klein. Die Rede ist von Müll!

Jede Menge Müll im Spülsaum

Den meisten Müll den ich finden konnte stammt aus der Schifffahrt, wobei die Fischerei einen erheblichen Anteil verursacht. Mir fallen bei meinen Gängen entlang des Deiches die vielen Schnüre auf, die zum Schutz des Fangnetzes dienen und bei Kontakt mit scharfen Steinen in einzelne Schnüre zerschnitten werden, die dann schlussendlich am Deich angespült werden. Diese nennt man in Fachkreisen Dolly Ropes. Eigentlich wäre es das Besten, wenn kein Müll in den Meeren schwimmen würde. Denn dann kann sich kein Tier an einer Schnur verheddern und im schlimmsten Fall dadurch sterben. Wenn der Müll angelandet wird, ist es auf den zweiten Blick gar nicht mal so schlecht, denn der Plastik Müll zersetzt sich im Müll nicht weiter. Plastikmüll kann nicht verrotten, sondern zerfällt in immer kleinere Teile, bis es als Mikroplastik (Plastikteile kleiner als 5mm) nichtmehr sichtbar ist. Das Mikroplastik vermischt sich auf Grund der Größe mit Sand und anderen organischen Sedimenten, sodass es frei im Wasser schwimmt und von Planktonfressern, wie z.B. den Miesmuscheln oder der Auster, gefressen wird.

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Sensationsfund – Krake auf Hooge

Unsere Zirrenkrake Dobby

Es ist eine Sensation und ganz Deutschland spricht davon. Gestern ist bei uns ein Eimer abgegeben worden, mit Deckel und verschlossen. Nichts ungewöhnliches könnte man sich denken. Doch falsch gedacht. Was sich in dem Eimer befunden hat, ist nichts anderes als eine Krake. Klingt für den Laien vielleicht garnicht so interessant, doch es ist mehr als nur interessant, vielleicht sogar brisant. 

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Wat is‘ dat im Watt?

Da ist man fast jeden Tag im Watt unterwegs, und das jetzt auch schon seit knapp 2 Monaten, und nie sieht man das Gleiche. Das Watt verändert Tag für Tag sein Gesicht, nein doch nicht, Alle 6 Stunden verändert es sich. Geprägt von den Gezeiten, Ebbe und Flut. Nicht nur, dass das Watt Tag für Tag immer wieder anders ausschaut, jeden Tag finde ich etwas neues im Watt. Angefangen beiden vielen Muscheln, die es an der gesamten Küste gibt, bis hin zu Kuriositäten, die eigentlich nicht an der Küste zu finden sind.

Bei meiner letzten Zählung auf unserem Außensand, dem Japsand, habe ich viele Dinge gefunden, die sonst eigentlich nicht auf dem Japsand zu finden sind. Natürlich, die ein oder andere Flaschenpost ist auch einmal dabei , aber das ist eher selten der Fall. Vielmehr findet man all das, was auf dem Meer einmal über Bord gegangen ist oder beim letzten Strandbesuch liegen gelassen worden ist. Ob absichtlich oder nicht, das lassen wir jetzt einmal dahingestellt.

Meine Favoriten von letzter Woche findet ihr hier.:

Ein LKW-Reifen im Watt

1. Ein LKW-Reifen der im Spülsaum lag. Mehrere Kilogramm schwer und bestimmt nicht von alleine auf den Japsand gekommen. Nicht, dass wir in nächster Zeit noch mehr Reste eines LKW’s auf dem Japsand finden.

2. Ein Kehrblech, das das Ende seiner Arbeit noch lange nicht gefunden hat, denn hier auf dem Sand gibt es jede Menge Sand, denn es wegzukehren hat. Den dazugehörigen Besen konnte ich leider nicht ausfindig machen.

Ein Kehrblech

3. Eine Kokosnuss
Eine Kokosnuss, wie cool ist das denn bitte? Die ist bestimmt aus der Südsee und nach in die Nordsee geschwommen. Naja knapp verfehlt, wahrscheinlich stammt sie von einem Schiff und ist dort über Bord gegangen. Aber der Gedanke, dass sie wirklich aus der Südsee bis zu uns geschwommen ist, gefällt mir doch um einiges besser.

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