Biike

Biike – nordfriesisches Brauchtum

Nehmen wir an, dass heute Mittwoch ist. Mittwoch der 21. Februar. Heute ist nicht einfach nur irgendein Mittwoch, nein es ist Biike und Biike ist eine Veranstaltung die in jedem Nordfriesischen Kalender rot angestrichen ist. Gelebtes Kulturgut. Immer am 21. Februar. Biike, das ist eine Tradition, die es schon seit mehreren hundert Jahren an der Küste gibt. Im Zentrum der Geschehnisse steht ein Feuer, dass abends angezündet wird. Zum Einen steht Biike für den Beginn des Frühjahrs und zum Anderen wurden im 17. und 18. Jahrhundert die Männer, die auf Walfang gingen verabschiedet. Es ist also ziemlich alter Brauch, der auch heute noch gelebt wird. Hier auf Hooge wurde in den Tagen vor Biike fleißig geackert, denn auf den Fennen gibt es keine Hecken oder Bäume, die zurückgeschnitten werden können. Irgendwoher muss das Feuerholz ja herkommen.

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Bosseln

Das Bosselfeld wird vorbereitet und dann geht’s auch schon los

Um 8:00 Uhr geht der Wecker und ich liege im Bett. Draußen schreien schon die ersten Ringelgänse und ich komme einfach nicht aus’m Bett und drücke noch einmal auf Schlummern. 8:09 Uhr der Wecker klingelt. Immer noch zu müde. „Einer geht noch“, denke ich mir und drücke wieder auf Schlummern. 8:19 Uhr der Wecker klingelt. „Eine Runde noch. Das ist dann auch das allerletzte Mal“. 8:28 Uhr. „Ach verdammte sch****, jetzt muss ich wohl oder übel doch aufstehen. Mist.“ Und woran hat’s gelegen, dass ich nicht aus’m Bett gekommen bin. Da gibt’s einen triftigen Grund und der heißt ‚Bosselball‘.

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Barfuß auf dem Sommerdeich

Ist dir beim Lesen eigentlich einmal aufgefallen, dass ich ja schon ein wenig Werbung für die Hallig mache? Nicht? Bis gerade ist mir das eigentlich auch nicht aufgefallen, aber eigentlich mache ich das ja schon. So zumindest die Worte von meiner geliebten Mutti. Ich muss dazu auch sagen, dass Hooge schon ein kleiner Traum ist. So geht es nicht nur mir, sondern auch Katja.

Was es heißt, wenn es ar***kalt auf der Hallig ist und der Ostwind weht. Das kann man nur begreifen, wenn man einmal auf Hooge gewesen
Katja kommt ursprünglich aus dem turbulenten und immer trubeligen München und ist nun seit mehr als 16 Jahren Feuer und Flamme für Hooge. Katja und ich haben eine Gmeinsamkeit, wir mögen das Leben auf der Hallig und wollen denen, die dieses Leben nicht kennen, Hooge ein wenig näher bringen. Ich schreibe diesen Blog und lade ab und an ein paar Fotos bei Instagram hoch. Katja hat ein Buch geschrieben Barfuß auf dem Sommerdeich

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Mein Essen direkt von der Hallig

Halligäpfel – your local food

Viele Freunde und Bekannte von zu Hause fragen mich immer wieder, ob es hier auch alles gibt. Das es hier auch Strom, fließend Wasser und auch Internet gibt ist einleuchtend. Aber wie schaut es mit Essen aus? Das gibt es hier bei uns auch! Es muss nicht alles in Paketen zugeschickt werden.

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Ein neues Jahr beginnt

„I am back“ so oder so ähnlich könnte es gerade heißen. Nach den Weihnachtstagen und Silvestern bin ich jetzt wieder auf Hooge. Und oh Wunder, es hat sich nicht viel geändert. Jetzt hat das neue Jahr begonnen und ich bin schon über ein halbes Jahr hier auf Hooge. Die Zeit vergeht wie Fluge. Noch 7 Monate und dann ist mein FÖJ auf der Hallig auch schon wieder rum. Das geht doch viel zu schnell!

Eiskaltes Wetter, aber die glasklares Licht

Zu Hause ist es schön gewesen und man hat alle Freunde wieder gesehen. Aber jetzt wieder auf Hooge zu sein ist mindestens genauso schön. Die Warften stehen genauso da wie immer ‚wie auf einer Perlenkette aufgereiht“.

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