Eiseskälte

Halleluja ist das kalt geworden! Andere verbrennen sich als Wetterflüchtling bzw. -urlauber in der Karibik die Haut und hier im Norden ist es genau anders herum. Unsere Haut bekommt eine Eiskruste. Es ist bitterkalt geworden. Das Thermometer zeigt -2°C an, aber wenn man dann draußen ist, fühlt es sich eher wie -7°C an. Wenn man dann raus möchte sollte man sich gut einpacken und damit meine ich nicht einfach ’nur‘, dass man sich eine dicke Winterjacke anzieht. Nein, da gehört noch viel mehr dazu.

Eiskalt ist es. Kann man mir denke ich unschwer erkennen 😀
Gegen die Eiseskälte helfen nur viele Schichten Kleidung

Beispiel heute:

Füße: 1 Paar Skisocken, 1 Paar Wollsocken (natürlich von Oma gestrickt :P), Lammfellsohlen und dicke Stiefel.
Beine: 1 Laufhose & 1 dicke Arbeitshose
Körper: 1 Thermoshirt, 1 lange ‚Elli‘, 1 Fleecepullover, 1 Winterjacke & eine Arbeitsjacke
Kopf: 2 Mützen + die Kapute der Arbeitsjacke

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Kalte Temperaturen. -Minusgrade und Ostwind

Schnee wäre auch schön. Eine dicke Schneeschicht über der Hallig das wäre cool

Es ist mal wieder soweit. Es wird richtig kalt und mit kalt, da meine ich nicht einfach nur 2 Grad Minus. Nein, damit meine ich bis zu 10 Grad Minus. Ich bin ja mal gespannt wie das wird. Ich hoffe mal gut und die Zehen werden nicht abfrieren.
Nicht nur, dass es gerade in ganz Deutschland ordentlich kalt ist, nein, auf Hooge bekommen wir gerade auch noch ordentlich Ostwind ab. Nicht nur, dass dieser die Temperaturen noch kälter vorkommen lässt. Nein, er sorgt auch dafür, dass die Wasserstände niedriger sind als gewohnt. Es könnte also sein, dass die Fähre das ein oder andere Mal für ein paar Momente stecke bleibt. Oder auch für ein oder zwei Stunden.

Kaltes Wetter habe ich hier auf Hooge schon öfters gehabt und wenn es ganz übel läuft, dann kann es gut und gerne mal sein, dass das Watt einfriert. Und wenn es noch blöder läuft, dann friert auch mal das Wasser ein und wir haben einen sogenannten Eiswinter. Dann kann es sein, dass die Fähre länger nicht fährt und es keinen Nachschub beim Kaufmann gibt. Doch genau für solche Zeiten sind die Vorratskammern reichlich gefühlt. Oder wenn dann ein Sturm länger anhält als gedacht.

 

Schnee und Eis werden das Halligbild prägen

Eigentlich sagt man ja, dass man sich ‚gegen schlechtes Wetter anziehen kann‘, aber meinen Schneeanzug habe ich leider nicht auf Hooge. Damit ich nicht friere werde ich wohl glatt dem Zwiebelprinzip treu bleiben und eine Schicht über der anderen tragen. Wie das aussieht werde ich euch dann hier auf dem Blog zeigen. Oder besser nicht. Das wird mit Sicherheit wie ein Mechelinmännchen aussehen.
Cool wäre es natürlich auch, wenn die Fethinge und Priele so krass zufrieren, dass man auf ihnen laufen kann. Quasi die längste Eisbahn Deutschland. Das hätte einmal was. Wer weiß, vielleicht erlebe ich das ja.

Zum Glück kann man sich auch von Innen wärmen. Entweder mit einem ordentlichen Kaffee oder mit einem guten nordfriesischen Teepunsch. Nach dem Feierabend ist das auf jeden Fall drin und er wird sein übriges tun. Bleibt gespannt.

In diesem Sinne. Erstmal!

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Biike

Biike – nordfriesisches Brauchtum

Nehmen wir an, dass heute Mittwoch ist. Mittwoch der 21. Februar. Heute ist nicht einfach nur irgendein Mittwoch, nein es ist Biike und Biike ist eine Veranstaltung die in jedem Nordfriesischen Kalender rot angestrichen ist. Gelebtes Kulturgut. Immer am 21. Februar. Biike, das ist eine Tradition, die es schon seit mehreren hundert Jahren an der Küste gibt. Im Zentrum der Geschehnisse steht ein Feuer, dass abends angezündet wird. Zum Einen steht Biike für den Beginn des Frühjahrs und zum Anderen wurden im 17. und 18. Jahrhundert die Männer, die auf Walfang gingen verabschiedet. Es ist also ziemlich alter Brauch, der auch heute noch gelebt wird. Hier auf Hooge wurde in den Tagen vor Biike fleißig geackert, denn auf den Fennen gibt es keine Hecken oder Bäume, die zurückgeschnitten werden können. Irgendwoher muss das Feuerholz ja herkommen.

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Bosseln

Das Bosselfeld wird vorbereitet und dann geht’s auch schon los

Um 8:00 Uhr geht der Wecker und ich liege im Bett. Draußen schreien schon die ersten Ringelgänse und ich komme einfach nicht aus’m Bett und drücke noch einmal auf Schlummern. 8:09 Uhr der Wecker klingelt. Immer noch zu müde. „Einer geht noch“, denke ich mir und drücke wieder auf Schlummern. 8:19 Uhr der Wecker klingelt. „Eine Runde noch. Das ist dann auch das allerletzte Mal“. 8:28 Uhr. „Ach verdammte sch****, jetzt muss ich wohl oder übel doch aufstehen. Mist.“ Und woran hat’s gelegen, dass ich nicht aus’m Bett gekommen bin. Da gibt’s einen triftigen Grund und der heißt ‚Bosselball‘.

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Was macht man als Freiwilliger auf Hallig Hooge?

 

Landunter und es guckt nur noch eine Warft aus dem Wasser heraus

Wir schreiben Mittwoch den 14.02.2018. Heute ist er angebrochen, der Tag der aller Tage, mein letzter Urlaubstag. In den vergangenen 1,5 Wochen bin ich viel unterwegs gewesen, ich bin in Neumünster, Flensburg, Süddänemark und rund eine Woche in meiner Heimat, Westfalen. An Karneval kommt das gesamte Dorf zusammen und feiert zusammen. Ich treffe alte Bekannte und lerne auch neue Leute kennen. Und alle haben etwas gemeinsam, dann wenn ich erzähle, dass ich gerade auf einer Hallig lebe. Auf Hooge! Hier meine Top10-Fragen, die mir Bekannte und Menschen, die noch nie auf einer Hallig gewesen sind stellen.

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