Meine Abschlussarbeit – Das Abenteuer beginnt

Voller Einsatz bei der Wattexkursion
Jetzt ist es soweit es ist ruhiger geworden auf der Hallig. Weniger Tiere auf der Hallig und auch weniger Besucher. Dies hat die Folge, dass wir weniger arbeiten. In der Saison arbeiten gerne auch mal 8 Stunden und mehr am Tag und jetzt ist es deutlich weniger. Sagen wir mal gut 6 Stunden am Tag. Und da bleibt dann jetzt auch mehr Zeit für meine Abschlussarbeit. Abschlussarbeit? Ja genau, ich schreibe eine Arbeit, eine wissenschaftliche Arbeit über die Wattexkursionen die wir machen. —  Jetzt wo hier auf der Hallig weniger los ist kann ich mich abends öfters mal hinsetzen und ein paar Sätze schreiben.  Die Vorbereitungen dazu liefen schon vor dem FÖJ und während der vergangenen Monate habe ich nach den Wattexkursionen Fragebögen verteilt, die meine Datengrundlage sind. Jetzt geht es ans Auswerten und ich bin gespannt welche Ergebnisse dabei herauskommen. Ich frage mich ja, ob es die Hypothesen die ich im Vorhinein gestellt habe bzw. die Vorstellungen die ich habe bestätigt werden. — In Zukunft werde ich euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten wie meine Gemütslage ist. Ob ich wohl verzweifeln werde? Wird alles so verlaufen wie ich es denke? Fragen über Fragen. Seid gespannt. Es geht voran mit meiner Arbeit.

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Zusammen kann man ‚was erreichen

Wie hat es Marius Müller Westernhagen schon 1998 besungen „Ich bin wieder hier, in meinem Revier. War nie wirklich weg, …“. Und so bin ich es jetzt auch. Ich bin nach 10 Tagen wieder auf Hooge. Wenn die Fähre an der Hallig anlegt, dann geht es mir doch Kopf und Rumpf. Mir wird bewusst, dass es hier anders ist als auf dem Festland. Ruhiger. Entschleunigt. Einfach schön.

Bestes Anreisewetter. Früh morgens geht die Sonne auf & der Tau liegt noch leicht auf den Feldern
Doch was war eigentlich los, dass ich nicht auf der Hallig gewesen bin? Wie ihr bisher lesen konntet bin ich beim Vereinstreffen und beim Nationalpark-Seminar gewesen. Und das war schön. Aber mindestens genauso schön war das Bundesdelegiertentreffen in Hannover. Von Freitag bis Sonntag haben sich 41 Delegierte aus ganz Deutschland zusammengefunden. Und wir 41 sind ein verdammt cooler Haufen. Jeder auf seine Art anders als der andere und genauso seine Einsatzstelle. Aber das was uns vereint, das ist FÖJ. Wir alle sind von unseren Seminargruppen gewählt worden um die Belange dieser nach außen zu tragen.

Ihr mögt euch jetzt fragen, was ich ein ganzes Wochenende beim Bundesdelegiertentreffen mache. Däumchen drehen? Nein. Party? Nein, also schon ein bisschen. Klönschnack? Na klar, Austausch muss sein. Aktionen planen? Na klar, für FÖJlern von FÖJlern. Bundessprecher wählen? Natürlich auch das, wir sind eine demokratische Abordnung aller ca. 2.900 FÖJlern bundesweit .http://www.foej.net

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Mein Leben im Wattenmeer, Nationalpark & UNESCO Weltnaturerbe

Gerade befinde ich mich in Tönning auf einem Seminar der Nationalparkverwaltung. Klingt vielleicht beim ersten Mal ziemlich trocken. Vorträge und so. Aber nein, das ist es ganz und gar nicht. Und warum? Weil unser Nationalpark besonders ist. Unser Land bzw. die Landschaft ist besonders und aus genau diesem Grund ist sie unter speziellen Schutz gestellt worden.
1985 wurde der Nationalpark gegründet und das wie Martin Stock, eine von mir sehr geschätzte Person, gestern sagte „Natur Natur sein lassen“. Das Wattenmeer bzw. das Meer kann nicht vom Menschen gesteuert werden, es kann auch nicht angepasst werden. Es passt sich von allein an und das hat es auch schon Jahrhunderte lang gemacht.

Mein Blick in den Nationalpark

Wir bekommen hier jede Menge Vorträge. Und diese sind allesamt für sich interessant Die Leute, die da vor uns stehen sind allesamt auf ihrem Gebiet wahre Koryphäen. Und jetzt sitze ich hier und schreibe einen Beitrag dazu. Und ich weiß jetzt schon, dass er viel zu kurz sein wird. Eigentlich könnte ich euch jetzt so viel zum Nationalpark schreiben und was ihn so besonders macht. Die Geschichte, die Tiere, die Pflanzen, alles. Das wäre viel zu viel und ich muss auch ehrlich gesagt sagen, dass mich jetzt auch nicht alles interessiert. Jeder hat seine Favoriten und da fällt leider das ein oder andere beiseite. Aber man darf dennoch nicht das Große Ganze aus dem Auge verlieren.

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Die große Schutten-Familie kommt zusammen

Einmal im Jahr ist es soweit. Alle Schutten treffen sich und reden über den Nationalpark, die Arbeit und und und. Und mit dabei sind auch wir Hooger Schutten. Doch wir Schutten sind nicht nur wir Freiwillige, sondern auch alle anderen, die sich im und für den Verein, der Schutzstation Wattenmeer, engagieren. Das sind nicht nur die Hauptamtlichen, die größtenteils in Husum arbeiten, sondern beispielsweise auch Gründungsmitglieder oder ehemalige Freiwillige.

Es ist cool gewesen zu sehen, dass wir alle für die gleiche Sache brennen und uns alle etwas vereint. Das Wohlbefinden unseres Wattenmeeres. Denn das Wattenmeer ist ein Ort, der von vielen Menschen mit ebenso vielen Meinungen genutzt wird. Die die hier Leben, von ihm Leben beispielsweise der Fischerei aber auch die, die hier Urlaub machen.
Und was haben wir alles gemacht? Däumchen gedreht? Nein! Wir haben uns spannende Vorträge beispielsweise zur Historie der Naturschutzarbeit in Deutschland, aber auch der lokalen, hier oben an der schleswig-holsteinischen Küste, angehört. Doch welcher Vortrag mich am meisten interessiert hat ist der von Prof. Dr. Karsten Reise zum Anstieg des Meeresspiegels. Der Anstieg des Meeresspiegels ist eine Folge des Klimawandels und hat Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem Wattenmeer. Nicht nur die Halligen, mit ihrem niedrigen Landniveau, auch die Watten, also die Wattflächen sind vom Meeresspiegelanstieg betroffen.

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Die innere Ruhe wiedergefunden

Seit Dienstag bin ich wieder auf Hooge. Und ich kann mittlerweile sagen, dass ich es auch ‚meine Hallig‘ nennen kann. Zwar bin ich kein Einheimischer, aber ich fühle mich hier wohl und wenn ich von einem Seminar oder ähnlichem unterwegs bin, Dann sage ich auch „Ich fahre nach Hause“. Und das ist auch meine WG für mich. Es fühlte sich wunderbar an alle wieder zu sehen. Und dabei bin ich doch nur eine Woche weg gewesen.

Einige Schafe sind noch auf Hooge anzutreffen

Auf der Fähre habe ich mich auch nicht großartig unten im Salon aufgehalten, sondern bin auf an Deck. Aufs Sonnendeck, denn es schien die Sonne. Und zwar direkt in mein Gesicht. Das ist für mich Erholung. Die Augen schließen runterkommen.
Aber das klingt ja jetzt schone in wenig komisch, denn eigentlich war ich ja gerade im Urlaub. Mache ich dann Urlaub vom Urlaub? Das kann ja eigentlich nicht sein. Aber irgendwie ja schon, denn hier auf Hooge läuft alles ein wenig anders ab als am Festland.

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