Angekommen auf Hallig Hooge

Mittlerweile bin ich schon 5 Wochen auf Hallig Hooge, 5 verdammt kurze Wochen. Mir kommt es so vor, als wäre ich erst gestern mit der Hilligenlei von Schlüttsiel aus hier angekommen.

Doch was war ganz am Anfang? Ganz am Anfang stellten sich mir viele Fragen: Wie wird es wohl auf der Hallig sein? Wie wird mein neues Team sein? Wie wird mein Chef? Wie sind die Leute, die auf der Hallig wohnen? Was nehme ich alles mit auf die Hallig?
Fragen über Fragen, aber eigentlich habe ich mich etwas unnötig verrückt gemacht. Vieles gibt sich von allein, aber manche Fragen bleiben auch weiterhin offen. Zum Beispiel ob ich das, was ich an Kleidung mitgenommen habe, auch im Winter reichen wird, dann wenn der ‚blanke Hans‘ einem ordentlich um die Nase weht. Wenn aber etwas fehlt, dann kann man es glücklicherweise mit der Post nachschicken lassen. Und naja, was soll ich sagen, mir fallen jetzt schon Dinge ein, die ich nicht an einer Hand abzählen kann, die mir fehlen, Impfausweis, ein anderes Objektiv für meine Kamera usw..

Ein erstes Resultat kann ich jetzt nach 5 Wochen auch ziehen. Die Hallig entschleunigt! Wenn man mal sein Handy zu Hause in der WG lässt und sich in einen der Strandkörbe setzt, dann hört man das Meeresrauschen, ein paar Vögel am Horizont rufen, aber sonst hört man nichts anderes. Keine Autos, bzw. Autofahrer die gestresst über die Asphaltpiste rasen, keine Handyklingeltöne, alles geht deutlich langsamer vonstatten. Und wenn der Kaufmann dann auch mal eine Ware nicht mehr im Regal hat, ok, dann wartet man bis zur nächsten Lieferung in zwei Tagen und begnügt sich mit anderen Leckereien, ist auch okay.

Wohlfühlort
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